Drucker

Printer

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Dru|cker ['drʊkɐ], der; -s, -:
Person, die das Handwerk des Druckens ausübt.
Zus.: Buchdrucker.

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Drụ|cker 〈m. 3
1. Buchdrucker, im Buchdruck ausgebildeter Handwerker
2. 〈Mal.〉 durch kräftigen Farbauftrag betonte Stelle
3. 〈EDV〉 Peripheriegerät an Datenverarbeitungsanlagen zur Ausgabe von Daten in lesbarer Form

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Drụ|cker , der; -s, -:
1. jmd., der das Handwerk des Druckens ausübt (Berufsbez.)
2. (EDV) Gerät zum Drucken von im Computer gespeicherten Texten, Bildern u. a.

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Drucker,
 
ein Peripheriegerät, das Computerdokumente (Text, Grafik) auf Papier und andere Materialien ausgibt. Drucker sind in der Regel reine Ausgabegeräte (Ausnahme: Multifunktionsgeräte); sie sind per Kabel (oder auch per Funk oder Infrarot) mit dem Druckeranschluss des Computers verbunden. Jeder Drucker muss über einen Druckertreiber in das Computersystem eingebunden werden.
 
Im Lauf der Entwicklung haben sich zahlreiche Druckertypen und Druckverfahren herausgebildet, die sich unter verschiedenen Gesichtspunkten einteilen und ordnen lassen.
 
- Anschlag: Besonders häufig wird zwischen Anschlagdruckern (engl. impact printer) und anschlagfreien Druckern (engl. non-impact printer) unterschieden. Anschlagdrucker stammen von den Schreibmaschinen und Fernschreibern ab. Wie diese besitzen sie ein Farbband und eine Mechanik, die Typen oder Nadeln auf das Farbband schlägt, was einen Abdruck auf dem Papier erzeugt. Zu den Anschlagdruckern zählen Typenraddrucker, Kugelkopfdrucker, Stahlbanddrucker und Nadeldrucker. Sie sind sämtlich in der Lage, im selben Durchgang mehrere Durchschläge zu drucken, ähnlich wie Schreibmaschinen. Alle anderen Drucker arbeiten anschlagfrei; es gibt kein mechanisches Aufschlagen auf dem Papier - und demzufolge auch nicht die Möglichkeit, Durchschläge zu erzeugen. Zu den anschlagfreien Druckern zählen Laserdrucker, Tintenstrahldrucker und Thermodrucker.
 
- Zeichen: Drucker lassen sich auch danach einteilen, wie sie die Zeichen eines Textes erzeugen. Man unterscheidet die Matrixdrucker einerseits und die Typendrucker andererseits. Matrixdrucker verwenden ein Raster aus zahlreichen feinen Punkten, durch das sich der Inhalt eines Zeichens, einer Zeile oder einer Seite darstellen lässt. Die Zeichen eines Textes setzen sich z. B. jeweils aus Punktmustern zusammen. Dieses Verfahren erlaubt es, Art, Größe und Schnitt von Schriften im Prinzip beliebig zu ändern. Außerdem sind Matrixdrucker in der Lage, Grafiken auszugeben. Fast alle heutigen Drucker sind Matrixdrucker, etwa Nadeldrucker, Tintenstrahldrucker, Laserdrucker und Thermodrucker.
 
Typendrucker verwenden unveränderliche Drucktypen, die eine feste Größe haben und jeweils in unterschiedlicher Form für Klein- und Großbuchstaben vorhanden sind. Sollen Art, Größe oder Schnitt der Schrift geändert werden, muss ein anderer Typensatz benutzt werden. Typendrucker sind Kugelkopfdrucker, Typenraddrucker und Stahlbanddrucker. Alle Typendrucker können keine Grafiken ausgeben, sondern allenfalls aus Zeichen zusammengesetzte Grobdarstellungen (ASCII-Grafik).
 
- Farbe: Drucker lassen sich auch danach unterscheiden, ob sie schwarz-weiß oder farbig drucken. Grundsätzlich beherrschen alle Druckertypen und -arten den Schwarz-Weiß-Druck. Für den Farbdruck werden nur Matrixdrucker verwendet (mit Ausnahme von Nadeldruckern). Typen- und auch Nadeldrucker sind durch ihr Farbband in der Farbauswahl extrem eingeschränkt. Manche Matrixdrucker werden generell nur als Farbdrucker gebaut, vor allem höherwertige Thermodrucker.
 
- Ausgabeart: ein weiteres Unterscheidungsmerkmal sind die Einheiten, in denen Zeichen bzw. Druckpunkte etc. zu Papier gebracht werden. Nach diesem Merkmal lassen sie sich in Seiten-, Zeilen- und Zeichendrucker einteilen. Seitendrucker bauen zunächst das komplette Bild einer Druckseite in ihrem Arbeitsspeicher auf (bzw. der Computer erledigt dies für sie, GDI-Drucker). Danach geben sie die komplette Seite kontinuierlich aus. Sie haben keinen Druckkopf. Zu den Seitendruckern zählen Laserdrucker sowie bestimmte Thermodrucker.
 
Zeilendrucker geben Text oder auch Grafiken zeilenweise aus. In der Regel erzeugen sie dabei ein Zeichen bzw. ein Punktmuster nach dem anderen; dabei fährt ein Druckkopf über dem Papier hin und her. Derartige Zeilendrucker sind Nadel-, Tintenstrahl- sowie einige Thermodrucker. Einige Zeilendrucker geben auch komplette Zeilen aus. Dies sind Stahlbanddrucker sowie spezielle Nadeldrucker.
 
Als Zeichendrucker werden diejenigen Zeilendrucker bezeichnet, die jede Zeile Zeichen für Zeichen erzeugen, z. B. Typenraddrucker.
 
- Druckersprache: Eine weitere gängige Unterscheidung von Druckern wird nach der Druckersprache getroffen, die sie verwenden. Hiernach teilt man in PostScript-Drucker, PCL-Drucker und GDI-Drucker ein.
 
Weitere Unterscheidungsmerkmale von Druckern sind ihre Druckgeschwindigkeit (gemessen in Zeichen, Zeilen oder Seite pro Sekunde), das verwendete Papier bzw. dessen Format, die Druckqualität, die Druckgeräusche, die Zahl der Papierschächte, der Einsatz als lokaler Drucker oder als Druckserver usw.
 
 
Zieht ein Drucker das Papier nicht oder nicht korrekt ein, liegt dies eventuell daran, dass sich nur noch wenige oder zu viele Blätter im Papierschacht befinden; füllen Sie ihn auf bzw. nehmen Sie einige Seiten heraus. Besteht das Problem weiter, müssen die Andruck- und Transportrollen bzw. -walzen eventuell gereinigt werden (vorsichtig mit feuchtem Tuch). Möglicherweise hilft auch ein leichtes Aufrauen mit sehr feinem Schmirgelpapier. Achten Sie dabei darauf, dass keine abgeriebenen Partikel in den Drucker fallen.
 
Wenn Sie an einem unbekannten Drucker einen »Reset« durchführen wollen und die richtige Kombination der wenigen Bedientasten nicht zu ermitteln ist, öffnen Sie (vorsichtig) die Abdeckung und schließen Sie diese wieder - danach führt der Drucker automatisch einen Reset durch.

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Drụ|cker, der; -s, -: 1. jmd., der das Druckerhandwerk ausübt (Berufsbez.). 2. (EDV) peripheres (3) Gerät, das aufbereitete Daten auf Papier ausdruckt.

Universal-Lexikon. 2012.

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